Studie »Alternsgerechtes Arbeiten«

Ziele

Mit dem Ziel, dem Mittelstand konkrete Handlungsempfehlungen für ein alternsgerechtes Arbeitsumfeld an die Hand zu geben, initiiert das Fraunhofer IAO im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg die Studie »Alternsgerechtes Arbeiten«. Diese Studie ist Teil des Arbeitsprogrammes der Allianz für Fachkräfte Baden-Württemberg unter Leitung des Ministeriums.

 

Auftraggeber

Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Laufzeit

2013-2014

© Foto oben v.l.: Cello Armstrong, Sergejs Rahunoks, Robert Kneschke, Jeanette Dietl, Cello Armstrong unten v.l.: Meddy Popcorn, fotodesign-jegg.de, Volker Witt, Peter Atkins, Meddy Popcorn

Wie können Unternehmen aus der demografischen Herausforderung eine demografische Chance machen?

Die Studie ermittelt Best Practices sowie Erfolgsfaktoren für »Alternsgerechtes Arbeiten«

Vorgehen: Die IAO-Wissenschaftler forschen nach guten Beispielen für ein alternsgerechtes Arbeiten. Um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das die Beschäftigungsfähigkeit erhält und die Potenziale der Mitarbeitenden umfassend entfaltet, müssen Unternehmen neben der Arbeitsorganisation und der Gesundheitsprävention Themen wie Personalentwicklung, Weiterbildung und Wissensmanagement berücksichtigen. Die IAO-Wissenschaftler untersuchen daher konkrete Beispiele sowie deren Erfolgsfaktoren. Diese bereiten sie im Rahmen der Studie so auf, dass sie als »Beispiele guter Praxis« auch in andere mittelständische Betriebe übertragbar sind.

Unternehmen haben die Chance, an einem Online-Assessment teilzunehmen und anhand einer Selbst-Bewertung herauszufinden, welche Handlungsfelder sie anpacken müssen und welche Maßnahmen sich dafür anbieten.

Ab Frühjahr 2014 wird ein umfassender Studienreport zur Verfügung stehen.

Wie können Beschäftigungsfähigkeit erhalten und die vielfältigen Potenziale der Belegschaft ausgeschöpft werden?

Die Chancen des demografischen Wandels in ganzheitlicher Weise nutzen heißt, auf allen Handlungsfeldern aktiv werden.

Dem demografischen Wandel begegnen bedeutet für Unternehmen, das Arbeitsumfeld als Ganzes zu betrachten und entsprechend zu gestalten. Neben den Arbeitsbedingungen, der Arbeitstechnik und der Gesundheitsprävention spielen die Handlungsfelder Unternehmensstrategie und -kultur, Führung, Personalentwicklung, Innovation und Wissensmanagement eine wichtige Rolle. Wir stellen Ihnen diese im Folgenden kurz vor:

Strategie

So wie alle Maßnahmen zur Stärkung der demografischen Robustheit in Einklang mit der Unternehmensstrategie ausgestaltet werden müssen, gilt es auch, alle Demografie-Maßnahmen an einer integrierten Demografie-Strategie auszurichten.

Unternehmenskultur

Kultur ist, was gelebt wird. Mit anderen Worten: wie wir alltäglich miteinander umgehen und aufeinander zugehen, worauf wir Wert legen und was wir ablehnen. So hat Kultur einen starken prägenden Einfluss darauf, wie auf den demografischen Wandel reagiert wird.

Führung

Die Führungskräfte sind zentrale Leistungsträger im Unternehmen. Sie sind in Ihrem Arbeitsalltag direkt mit den Auswirkungen des demografischen Wandels konfrontiert. Geben Sie Ihnen die zur Bewältigung benötigten Informationen, Hilfsmittel und Ressourcen.

Gesundheit

Wer die Gesundheit nicht achtet, dem wird es im Alter leid tun. Unternehmen werden zukünftig vermehrt darauf achten, gesunde Arbeitsplätze und -systeme zu gestalten und die Mitarbeitenden entsprechend sensibilisieren.

Arbeitsbedingungen

Unsere Beschäftigten verbringen die meiste aktive Zeit des Tages mit Arbeit. Die Arbeitsbedingungen spielen bei der Auswahl des Arbeitgebers sowie bei der Entscheidung, wie sehr sich die Beschäftigten engagieren, eine entscheidende Rolle.

IT-Unterstützung

Technik ist das Mittel zum Zweck. Unter demografischer Perspektive meint dies vor allem, Menschen nach ihren individuellen Fähigkeiten in der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Auch Lern-, Wissensaustausch- und Innovationsprozesse sind zu unterstützen.

Personalentwicklung

Personalentwicklung wird noch weiter an Bedeutung gewinnen. Zur Ausschöpfung der Mitarbeiterpotenziale – bis sie mit 67 Jahren in Rente gehen – wird es zukünftig noch viel stärker darauf ankommen, möglichst alle Beschäftigten kognitiv fit zu halten und ihnen Laufbahnen zu bieten, die ihren Stärken entsprechen.

Innovation und Wissen

Stetige Innovation ist für nahezu jedes Unternehmen wettbewerbsentscheidend, sei es Prozess- oder Produktinnovation. Um dies mit einer alternden Belegschaft und parallel zu Verrentungswellen leisten zu können, wird es stärker darauf ankommen, einen intensiven Wissensaustausch zwischen Jung und Alt zu fördern.

Prozesse und Strukturen

Schlanke, etablierte Prozesse und klare Strukturen und Verantwortlichkeiten sind die maßgeblichen Stellhebel, um notwendige Produktivitätssteigerungen zu erzielen. Die so erzielte Transparenz und Orientierung sind wesentliche Voraussetzungen für Flexibilität, Wissenstransfer und Innovation.

Ist Ihr Unternehmen auf den demografischen Wandel vorbereitet?

 

Mit Ihrer Hilfe möchten wir uns ein Bild machen, ob und wie kleine und mittlere Unternehmen alternsgerechtes Arbeiten gestalten.

Dazu bitten wir um Ihre Mithilfe. Schreiben Sie uns, welche Maßnahmen Sie bereits ergriffen haben, um Ihrer alternden Belegschaft eine produktive Arbeitsumgebung zu bieten und die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens bei veränderten Altersstrukturen aufrecht zu halten.

Machen Sie mit, profitieren Sie von der IAO-Expertise!

Unmittelbar nach Absenden eines vollständig ausgefüllten Fragebogens erhalten Sie eine individualisierte Rückmeldung:

  • Sie gewinnen einen Überblick über die Handlungsfelder alternsgerechten Arbeitens.
  • Sie bekommen Ihre individuelle Ausgangssituation zurückgespiegelt.
  • Sie erhalten eine Rückmeldung zur Wirksamkeit der von Ihnen ergriffenen Maßnahmen.
  • Individualisierte Expertenempfehlungen geben Ihnen Hinweise für nächste Schritte.

Darüber hinaus erhalten alle teilnehmenden Unternehmen in 2014 einen ausführlichen Studienreport, der aus den gesammelten Daten entsteht.

Zur Teilnahme aufgerufen sind Geschäftsführung, Organisations- und Personalverantwortliche von kleinen und mittelständischen Unternehmen.
Je nach Unternehmenssituation benötigen Sie zum Ausfüllen zwischen 15 und 40 Minuten.

 

zur Selbst-Einschätzung